Tief bewegt und in großer Dankbarkeit gedachten die Glaubensgeschwister des Kirchenbezirks Rheinpfalz am Karfreitag, 18. April 2025, in der Neuapostolischen Kirche Kaiserslautern des Opfers Jesu Christi. Apostel Gert Opdenplatz leitete den Gottesdienst mit einem eindrücklichen Predigtbeitrag. Ihn begleiteten Apostel Tounkang Mané (Senegal) sowie Bischof Pascal Strobel.
Gottesdienst zu Karfreitag mit Apostel Gert Opdenplatz in Kaiserslautern
Karfreitag steht im Zentrum des christlichen Glaubens – eingebettet zwischen dem Jubel des Palmsonntags und der österlichen Freude. In seiner Predigt ging Apostel Opdenplatz auf diesen Spannungsbogen ein und betonte: „Im Opfer Jesu hat sich Gottes Liebe gezeigt – der Blick nach Golgatha geht weiter … zur Auferstehung.“
Zu Beginn bezog er sich auf das vom gemischten Chor vorgetragene Lied „Siehe, das ist Gottes Lamm“ (Chorbuch Nr. 60), das die inhaltliche Brücke zur Predigt schlug.
Als Grundlage diente das Bibelwort aus Matthäus 27, 39–40, in dem die Spötter am Kreuz zitiert werden: „Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selbst! Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz!“
Die Lesung aus Matthäus 27, 31–50 ließ die Ereignisse des Karfreitags in bewegender Weise lebendig werden.
Die Größe des Opfers Christi erkennen
In seiner Predigt erinnerte Apostel Opdenplatz an die ausführliche Überlieferung der letzten Stunden Jesu – vom Abendmahl über die Gefangennahme bis hin zur Kreuzigung. „Von keiner Zeitspanne im Leben Jesu wird so detailliert berichtet. Das zeigt uns: Hier geschah das Entscheidende für unser Heil.“
Der Apostel ermutigte dazu, Karfreitag nicht nur als Tag der Trauer zu sehen, sondern im Glauben an das Opfer Jesu Hoffnung, Trost und Zukunft zu finden.
Internationale Mitwirkung
Vor dem Predigtbeitrag von Apostel Mané wurde das „Ave Verum“ in einer besonders feinen Darbietung für Violine und Konzertflügel aufgeführt – ein musikalisches Gebet, das zur inneren Sammlung beitrug.
Apostel Tounkang Mané aus Senegal stand ebenfalls am Altar und wirkte in französischer Sprache mit. Seine Predigt wurde von Bischof Pascal Strobel ins Deutsche übersetzt. Er erinnerte an die Ereignisse der Karwoche: „An Palmsonntag wurde Jesus als König gefeiert – an Karfreitag gab er sich freiwillig als Opfer. Dies war das größte Zeichen seiner Liebe: Er hat unsere Sünde getragen.“
Wie in jedem Gottesdienst wurde auch an diesem Tag das Heilige Abendmahl gefeiert – Ausdruck der innigen Verbindung mit dem Opfertod Jesu Christi.
Amtseinsetzungen: „Jesus aber in der Mitte“
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles wurden fünf Glaubensgeschwister in ein priesterliches bzw. diakonisches Amt gerufen. Apostel Opdenplatz legte ihnen das Bibelwort aus Johannes 19,18b ans Herz: „Jesus aber in der Mitte.“
Zur Priesterin wurde Sarah Knapp für die Gemeinde Worms und zum Priester wurde Heiko Sendrowski für die Gemeinde Ludwigshafen-Gartenstadt ordiniert.
Als Diakoninnen wurden folgende Glaubensschwestern berufen:
- Andrea Sendrowski (Ludwigshafen-Gartenstadt)
- Rebekka Guttensohn (Worms)
- Jessica Fründ (Kaiserslautern)
Der Apostel gab ihnen mit auf den Weg: „Gottesdienst und Seelsorge – nie ohne Gebet!“
Karfreitag – Tag der Gnade, Gemeinschaft und Zukunft
Für neuapostolische Christen ist der Karfreitag ein heiliger Tag der Einkehr und Gnade – unabhängig davon, ob er im jeweiligen Land gesetzlicher Feiertag ist. „Karfreitag bedeutet für uns nicht nur Rückblick und Reue, sondern auch Gemeinschaft, Gnade und Zukunft.“
Musikalische Höhepunkte
Die musikalische Gestaltung – Chorgesang, Orgelspiel und instrumentale Beiträge – verlieh dem Gottesdienst eine besondere Tiefe.
Gemeinsam auf dem Weg
Mit stiller Freude, innerer Sammlung und gestärktem Glauben kehrten die Gottesdienstbesucher heim – getragen von der tiefen Bedeutung dieses Tages. Karfreitag bleibt ein heiliger Tag, der nicht nur an Vergangenes erinnert, sondern den Blick auf das ewige Leben lenkt.
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