Ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit das Kirchengebäude der Gemeinde Frankenthal eingeweiht wurde. Dieses besondere Jubiläum feierte die Gemeinde mit einem festlichen Gottesdienst, herzlichen Begegnungen und bewegenden Erinnerungen.
Am Sonntag, dem 15. Juni 2025, beging die neuapostolische Gemeinde Frankenthal einen besonderen Festtag: Das Kirchengebäude in der Carl-Spitzweg-Straße 25 feierte sein 50-jähriges Bestehen.
Rückblick mit Dankbarkeit – ein besonderes Gotteshaus
Vor 50 Jahren, am 8. Juni 1975, wurde das Kirchengebäude durch Bezirksapostel Friedrich Bischoff feierlich eingeweiht. Daran erinnerte die Gemeinde in einem festlichen Gottesdienst, der von Evangelist Markus Garstka, dem heutigen Vorsteher, durchgeführt wurde. Auch ehemalige Gemeindemitglieder waren zu diesem besonderen Anlass eingeladen.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 1. Korinther 12,4–6 zugrunde: „Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.“
Evangelist Garstka spannte in seiner Predigt einen Bogen von der bewegten Anfangszeit der Gemeinde bis in die Gegenwart. Vor dem Bau des heutigen Gotteshauses fanden die Versammlungen an unterschiedlichen, oft ungewöhnlichen Orten statt: in Wohnungen, Gaststätten, Fabrikräumen – sogar in einem Tanzsaal. Und doch, so betonte er unter Bezug auf Psalm 26,8, sei Gottes Ehre stets dort gegenwärtig gewesen, wo sich die Gläubigen versammelten.
Die Bauzeit des Kirchengebäudes betrug nur fünf Monate – von Dezember 1974 bis April 1975. Möglich war dies durch die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Handwerker. Evangelist Garstka verglich dieses Zusammenspiel mit dem Wirken des dreieinigen Gottes und mit der Vielfalt in der Gemeinde: verschiedene Gaben und Kräfte, aber ein Geist und ein gemeinsames Ziel.
Gemeinschaft erleben – Erinnerungen teilen
Nach dem Gottesdienst kamen die Gemeindemitglieder mit ihren Gästen zu einem geselligen Beisammensein zusammen. Unter den Anwesenden war auch Bezirksevangelist Stefan Weng, der von 2000 bis 2015 als Vorsteher in Frankenthal tätig war.
Ein liebevoll gestaltetes Salat- und Kuchenbuffet sowie verschiedene warme Speisen luden zum Verweilen ein. In einer herzlichen Atmosphäre wurden viele Gespräche geführt – Erinnerungen wurden geteilt und Freundschaften aufgefrischt.
Ein besonderes Highlight des Nachmittags waren mehrere historische Filme, die der damalige Gemeindevorsteher Priester Heini Schwerdel einst aufgenommen und kürzlich digitalisiert hatte. Die Aufnahmen zeigten unter anderem die Bauzeit der Kirche von 1974 bis zur Einweihung 1975 sowie Gemeindereisen nach Karlsruhe in den Jahren 1988 und 2000. Manche entdeckten sich selbst oder alte Weggefährten auf der Leinwand – ein Moment der Freude und Rührung zugleich.
Ein Fest der Verbundenheit
Das Jubiläum war mehr als ein Rückblick auf ein halbes Jahrhundert – es war ein Ausdruck tiefer Dankbarkeit für Gottes Führung und für eine lebendige Gemeindegeschichte. Einheit in der Vielfalt – dieses Motto wurde an diesem Tag spürbar gelebt. Und so blicken die Glaubensgeschwister in Frankenthal zuversichtlich in die Zukunft: getragen von einem starken Miteinander im Glauben.
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