Am Sonntag, den 5. Oktober 2025, erklang in der Neuapostolischen Kirche Kaiserslautern ein Kammerchorkonzert unter dem Motto „Jauchzet Gott, alle Lande“. Chor- und Orgelwerke aus der Feder großer Komponisten entführten die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine musikalische Reise durch das Kirchenjahr.
Ein pfälzischer Komponist im Mittelpunkt
Im Zentrum des Programms standen Chorsätze des pfälzischen Komponisten Johann Heinrich Lützel (1823–1899). Er wurde in Iggelheim (heute Böhl-Iggelheim) geboren und wirkte bis zu seinem Tod in Zweibrücken. Lützel prägte mit seiner eingängigen romantischen Tonsprache das geistliche Liedgut nachhaltig. Seine Werke sind sowohl in früheren als auch in der aktuellen Chorsammlung der Neuapostolischen Kirche reich vertreten.
Die Aufführung spannte den Bogen von festlichen Liedern des Kirchenjahres über Hochzeits- und Trauermusik bis hin zu Dank- und Lobgesängen. Damit entstand eine vielfältige Sammlung aus verschiedenen Bereichen der kirchlichen Chormusik.
Vielfalt an Themen und Klangfarben
Die Chorsätze entstammten sowohl Gesangbuch und Chorbuch als auch der „alten“ Chorsammlung; einige Stücke wurden in ihrer ursprünglichen Gestalt aufgeführt, die sich von den heute gebräuchlichen Fassungen unterscheidet.
Die thematische Ordnung orientierte sich an den Rubriken der Chorsammlungen:
- Advent und Weihnachten: „Machet die Tore weit“, „Macht hoch die Tür“
- Ostern und Pfingsten: „Christus ist auferstanden“, „O komm, du Geist der Wahrheit“
- Trost, Mut und Frieden: „Ich hebe meine Augen auf“, „Die mit Tränen säen“, „Meine Seele ist stille“
- Trauung und Abschied: „Wo du hin gehest“, „Schlaf wohl in Gottes Frieden“
- Lobpreis Gottes: „Danket dem Herrn“, „Großer Gott, wir loben Dich“ oder „Nun danket alle Gott“
Als festlicher Schlusspunkt erklang das Motto des Konzerts: „Jauchzet Gott, alle Lande“.
Orgelwerke von Max Reger
Zwischen den Chorsätzen bereicherte Organist Elias Weber das Programm mit ausgewählten Orgelwerken von Max Reger aus dem Zyklus op. 135a. Diese meditativen und kraftvollen Klangbilder boten eine eindrucksvolle Ergänzung zu den romantisch geprägten Chorstücken.
Eindrucksvolle Leitung und Dank
Unter der Leitung von Diakon Dieter Hauß formte der Kammerchor einen warmen, ausgewogenen Gesamtklang und setzte die Werke einfühlsam in Szene. Die Kombination von Chor- und Orgelmusik entfaltete eine besondere spirituelle Tiefe, die die Zuhörerinnen und Zuhörer nachhaltig bewegte.
Am Ende des Konzerts dankte die Gemeinde den Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus für ein eindrucksvolles musikalisches Erlebnis, das den Glauben und die Gemeinschaft durch die Sprache der Musik erfahrbar machte.
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