Am Sonntag, den 18. Februar 2026, beschäftigten sich die Sonntagsschul-Kinder der Gemeinde Bad Bergzabern mit dem „Gleichnis vom Sämann“ und erfuhren durch anschauliche Bodenbilder und gemeinsames Nachdenken, was dieses Gleichnis für ihr eigenes Glaubensleben bedeutet.
Das Gleichnis vom Sämann
Mit einem Rundgebet und dem Lied „Dankt dem Herrn mit frohem Mut“ aus dem Kinderliederbuch „Stimmt mit ein“ begann der Unterricht. Mithilfe von Materialien der Franz-Kett-Pädagogik GSEB entstand in der Kreismitte ein Bodenbild, welches sich durch das Erzählen des "Gleichnisses vom Sämann" nach und nach veränderte. Hierzu fanden verschiedenfarbige Tücher sowie Materialien wie Stöcke mit Dornen, Steingeröll und Felsstücke in der Mitte ihren Platz.
Die Kinder durften anschließend den Samen entsprechend der Erzählung des Gleichnisses auf den jeweiligen Untergrund aufbringen und erfuhren dabei, dass nicht jeder Samen, der ausgestreut wurde, Frucht bringt.
- Der Samen, der auf dem Weg lag, konnte aufgrund der Verdichtung nicht in den Boden eindringen. Er wurde festgetreten oder von den Vögeln aufgepickt.
- Der Samen, der auf den trockenen, steinigen und felsigen Untergrund fiel, bekam nicht genügend Wasser und konnte keine Wurzeln bilden.
- Der Samen, der unter die Dornen fiel, bekam wenig Licht und Luft und konnte so seine Triebe nicht ausbilden.
- Der fruchtbare, gute Boden, der frei von Unrat und anderen Dingen war, war bereit, den Samen aufzunehmen. Der Samen konnte Licht und Wärme sowie ausreichend Regen erhalten. Dadurch konnte er Frucht tragen, was die Kinder mit verschiedenen Legematerialien gestalteten.
Jesus spricht: „Wer Ohren hat, der höre!“
Die Jünger fragten Jesus nach der Bedeutung des Gleichnisses. Dieser Frage gingen auch die Kinder gemeinsam mit ihrer Lehrkraft, Diakonin Manuela Rauscher, nach. Sie erarbeiteten die Antworten und stellten so den Transfer zum Glaubensleben her.
- Wenn Herz und Seele verschlossen sind – so wie der Weg im Gleichnis ganz fest und hart war –, kann der Samen, das Wort Gottes, nicht hineingelangen.
So können Menschen das Wort Gottes zwar hören, doch der Teufel kommt und nimmt es ihnen weg. Er lenkt sie von dem ab, was wirklich wichtig ist.
- Wenn der Samen auf felsigen Grund fällt, hat er es schwer, Wurzeln zu bilden.
Das bedeutet, dass einige Herzen und Seelen mit vielem gefüllt sind und Lasten tragen, die überwiegen, sodass das Wort Gottes zwar gehört wird, aber nicht tiefer in die Seele eindringen kann.
- Die Dornen stehen für vieles: Für den einen Menschen sind es Sorgen, die ihn zu stark vereinnahmen, bei anderen ist es der Reichtum und die Freude, die das irdische Leben bietet.
Sie stehen im Vordergrund und drängen das Wort Gottes zurück, sodass es im Alltag erstickt.
Erkenntnis und Verstehen
Ist der Mensch jedoch offen für das Wort Gottes und bereitet sein Herz und seine Seele durch Gottesdienstbesuche, Gebet und die Suche nach Gemeinschaft vor, so kann der Samen, das Wort Gottes, einen guten Platz finden.
Dort bekommt er Nahrung und Raum und kann Frucht tragen. Die Liebe Gottes kann sich dann im eigenen Reden und Handeln zeigen.
Wir wollen daher dem Wort Gottes unser Ohr schenken, denn dadurch werden Christen reich beschenkt mit Gottes Wort und seiner Liebe.
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