Wie wird das priesterliche Amt im Gottesdienst verantwortungsvoll und würdig ausgeübt? Mit diesen und weiteren grundlegenden Fragen beschäftigten sich priesterliche Geistliche bei einer Fortbildung im Bildungszentrum Süd Kaiserslautern am 11. und 12. September 2026. Im Mittelpunkt standen die Wortverkündigung, die Liturgie und die Spendung der Sakramente.
Verantwortung im priesterlichen Amt
Am Freitag, 11. September 2026, und Samstag, 12. September 2026, fand im Bildungszentrum Süd Kaiserslautern die Fortbildung „Das Amt – Liturgie und Sakramente“ statt. Insgesamt nahmen elf Geistliche teil, überwiegend aus dem benachbarten Kirchenbezirk Saar-Pfalz. Als Referenten gestalteten Apostel Gert Opdenplatz und Priester Markus Edinger die beiden Tage.
Die Veranstaltung bot Gelegenheit, wesentliche Aspekte der Amtsausübung zu vertiefen, praktische Erfahrungen auszutauschen und das eigene Handeln zu reflektieren.
Neben der individuellen und qualitätsvollen Seelsorge gehören insbesondere die Verkündigung des Wortes Gottes und die Spendung der Sakramente zu den zentralen Aufgaben des priesterlichen Amtes. Theologische Grundlagen wurden deshalb mit praktischen Übungen verbunden.
Verkündigung an geheiligter Stätte
Ein wichtiger Teil der Fortbildung war der Predigt und ihrer besonderen Bedeutung im Gottesdienst gewidmet. Die Anwesenden beschäftigten sich mit den Grundmerkmalen einer gelungenen Verkündigung und mit der Verantwortung, die mit dem Dienst am Altar verbunden ist.
Auch der Ort, an dem Wortverkündigung und Sakramentshandlungen vollzogen werden, wurde näher betrachtet. Die Vorbereitung auf den Dienst und die persönliche Heiligung vor dem Gottesdienst bildeten weitere wichtige Themen.
Die Liturgie verstehen und gestalten
Ein weiterer Themenbereich galt der Liturgie. Die einzelnen Elemente des Gottesdienstes wurden sowohl inhaltlich als auch praktisch betrachtet.
Dabei ging es unter anderem um die Bedeutung und die inhaltlichen Schwerpunkte der gottesdienstlichen Gebete. Die Amtsträger konnten ihr Verständnis für die Abläufe vertiefen und Fragen aus ihrer eigenen Praxis einbringen.
Die Sakramente im Mittelpunkt
In zwei Teilen widmete sich die Fortbildung der Sakramentenlehre. Neben den theologischen Grundlagen stand auch die konkrete Durchführung der Sakramentshandlungen im Blickpunkt.
Praktische Übungen zum Heiligen Abendmahl und zur Heiligen Wassertaufe ergänzten die Ausführungen. So bestand die Möglichkeit, Sicherheit bei der Ausübung dieser verantwortungsvollen Aufgaben zu gewinnen und offene Fragen gemeinsam zu klären.
Lernen und Erfahrungen austauschen
Neben der fachlichen Vertiefung blieb ausreichend Raum für Gespräche und den Austausch persönlicher Erfahrungen. Gerade die Verbindung von theologischen Grundlagen und praktischer Anwendung erwies sich als wertvoll für die tägliche Amtsausübung.
Auch die Teilnahme erfahrener priesterlicher Geistliche war ausdrücklich erwünscht. Das gemeinsame Nachdenken über das eigene Amtsverständnis und die unterschiedlichen Aufgaben kann unabhängig von der bisherigen Dauer der Amtstätigkeit neue Impulse geben.
Gemeinsam für einen würdigen Gottesdienst
Von der Wortverkündigung und der Liturgie bis hin zu den praktischen Übungen zu den Sakramenten führte die zweitägige Fortbildung durch wesentliche Bereiche des priesterlichen Dienstes.
Die beiden Tage machten deutlich: Gewissenhafte Vorbereitung, ein vertieftes Verständnis der liturgischen Abläufe und die bewusste Ausübung des Amtes dienen letztlich einem gemeinsamen Ziel – den Gläubigen in Seelsorge und Gottesdienst zu dienen und die Begegnung mit Gott würdig zu gestalten.
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