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Erster Gottesdienst nach über drei Jahren in Grumbach

 

Nach über drei Jahren konnte am 14. Juni 2026 in Grumbach wieder ein Gottesdienst gefeiert werden. Viele helfende Hände sorgten im Vorfeld dafür, dass Kirche und Umfeld für diesen besonderen Anlass vorbereitet waren.

Eine wundervolle Gemeinschaft

Zwanzig Geschwister inklusive Amtsträger und drei Gästen versammelten sich an diesem Sonntag, um gemeinsam nach langer Pause in Grumbach wieder Gottesdienst zu feiern. Der Bezirksälteste Stefan Weber leitete diesen besonderen Gottesdienst. Als Grundlage diente das Bibelwort aus Nehemia 8,10b:

„Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.“

Die anwesenden Geschwister, ein kleiner Chor und das liebevoll geschmückte Kirchenschiff schufen eine fröhlich-herzliche Atmosphäre.

Maria und Marta

Der Bezirksälteste hob zu Beginn den Aufwand hervor, welcher betrieben wurde, um erneut in Grumbach Gottesdienst erleben zu dürfen. Das Lied vom Chor: „Wie Maria lass mich lauschen“ nahm er auf und stellte einen Bezug zu Jesus her, welcher sich gerne bei seinen Geliebten aufhielt. Hier verbrachte er Zeit mit Marta und Maria, welche unterschiedliche Herangehensweisen hatten, ihre Zeit mit ihm zu verbringen.

Marta versuchte möglichst schöne Rahmenbedingungen zu schaffen und Maria nahm sich Zeit und Ruhe, um Jesus zuzuhören. Alles hat seine Zeit. Manchmal ist es notwendig, sich wie Marta zu verhalten und aktiv zu sein. Aber es kommt auch die Zeit, in der man einfach nur stille sein und zuhören soll.

Bezirksältester Weber appellierte an die Gemeinde, sich jetzt wie Maria zu verhalten, um die Gemeinschaft mit dem Herrn im Gotteshaus zu erleben. Denn vorher seien die Geschwister wie Marta gewesen. Sie richteten, dekorierten und schafften schöne Rahmenbedingungen für den Gottesdienst.

Die Freude am Herrn

Im Gottesdienst stand das Bibelwort „Die Freude am Herrn ist eure Stärke“ im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich, dass die Frage nach wahrer Freude eine Menschheitsaufgabe aller Zeiten ist. Oft machen Menschen ihre Freude von äußeren Umständen abhängig. Freude ist dann vorhanden, wenn alles gut läuft, wenn keine Probleme bestehen und das Leben scheinbar perfekt ist. Doch menschliche Freude endet häufig dort, wo Sorgen, Schwierigkeiten und Belastungen beginnen.

Die Freude im Herrn ist jedoch anders. Sie ist nicht von äußeren Umständen abhängig, sondern gründet sich auf Gottes Liebe und seine Gegenwart. Ähnlich wie zwischen menschlicher und göttlicher Liebe ein Unterschied besteht, unterscheidet sich auch die Freude im Herrn von rein menschlicher Freude. Gottes Freude ist unvergänglich und trägt auch in schweren Zeiten.

Ein weiterer Gedanke war, dass alles, was wir für den Herrn tun, Sinn hat. Menschen fällt es leichter, Aufgaben zu erfüllen, wenn sie diese als sinnvoll erleben. In der Gemeinde geschieht dies durch gegenseitige Motivation und Unterstützung. Jeder kann an seiner Stelle einen Beitrag leisten und mit seinen Gaben am Werk Gottes mitwirken.

In seiner Co-Predigt nahm Priester Timo Weber Bezug zum Lied „Auf, lasst uns Zion bauen“ hergestellt. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass Menschen häufig auf ihre eigenen Schwächen schauen. Stattdessen sollte man die eigenen Stärken und die von Gott geschenkten Fähigkeiten zum Aufbau der Gemeinde einsetzen.

Als biblisches Beispiel wurde der alte Tobias genannt.

Der Engel sagte zu dem alten Tobias: „Freude sei mit dir!“ Das ist erstaunlich, denn Tobias war alt, blind und von vielen Sorgen bedrückt. In seiner Not fragte Tobias: „Worüber soll ich mich freuen?“ Die Freude Gottes hängt nicht davon ab, dass alles gut und leicht ist. Sie ist ein Geschenk der Nähe Gottes. Durch den Engel erhielt er die Botschaft, Geduld zu haben, denn ihm würde geholfen werden. Der Engel macht Tobias Mut: Gott hat dich nicht vergessen. Er begleitet dich auf deinem Weg und führt dich durch Dunkelheit und Unsicherheit. Auch heute gilt diese Botschaft: „Freude sei mit dir!“ Gott ist bei dir – in den hellen und in den schweren Tagen.

Im Hinblick auf die Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl wurde durch den Bezirksevangelisten Stefan Weng an die Speisung der Fünftausend erinnert. Das Wunder wurde von Gott gewirkt, die Ausführung geschah jedoch durch Menschen, die bereit waren, sich in Gottes Hand gebrauchen zu lassen. Auch heute wirkt Gott durch Menschen und schenkt immer wieder seine Hilfe und seinen Segen.

Schließlich dürfen wir uns besonders über die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl freuen. In ihnen begegnet uns die Liebe Gottes auf ganz persönliche Weise. Die Freude am Herrn schenkt Kraft, Hoffnung und Zuversicht und trägt uns durch alle Herausforderungen des Lebens.

18. Juni 2026
Text: T. Weber
Fotos: T. Weber

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