Bischof Jürgen Kramer besuchte am Mittwoch, den 13. März 2024, die Gemeinde Speyer. Dabei war zentraler Punkt seines Dienens der Fokus auf die richtige Perspektive, aus der man Dinge betrachtet.
Bei den Teilnehmern wuchs kurz vor Gottesdienstbeginn die Spannung, denn der Bischof wurde aufgrund eines ungeplanten Umweges aufgehalten. Zur Freude aller schaffte er es noch rechtzeitig und diente der Gemeinde mit dem Wort aus Sprüche 23, Verse 17 und 18:
Dein Herz sei nicht neidisch auf den Sünder, sondern trachte täglich nach der Furcht des Herrn; denn das Ende kommt noch und dann wird deine Hoffnung nicht zuschanden.
Um das Zusammenspiel von göttlicher Realität (Tatsache), Glaube und Erfahrung für die Gemeinde greifbar zu machen, erzählte Bischof Kramer eine Geschichte. In dieser werden Tatsache, Glaube und Erfahrung als drei Personen dargestellt, die gemeinsam über eine Brücke gehen und eine Schlucht überqueren. Nachdem er die Geschichte erzählt hatte, führte der Bischof an, dass man die göttliche Realität in der Wirksamkeit der Sakramente oder der Sündenvergebung erleben kann. Der Glaube wiederum muss sich auf Tatsachen stützen und sollte sich nicht nach den Erfahrungen richten, die man im Alltag macht. Diese können auch mal sehr negativ sein und der Glaube dadurch ins Wanken kommen. Doch wenn der Glaube strikt den Tatsachen folgt, macht man automatisch „passende Erfahrungen“, die den Glauben stützen.
Glaubensentscheidungen
Der Bezirksälteste Stefan Weber schlug in seinem Wortbeitrag den Bogen von der Glaubensperspektive zu der Art und Weise, wie die meisten Menschen auf ihr Leben schauen. Dabei ist das hier und jetzt wichtiger und steht mehr im Fokus als die Auswirkung auf Entscheidungen, die 10 Jahre oder mehr in die Zukunft wirken. Dabei gibt es Entscheidungen, die heute getroffen werden und deren negative Auswirkungen für die Zukunft absehbar sind. Das gleiche gilt für "Glaubensentscheidungen".
Zum Abschluss des Gottesdienstes rief Bischof Kramer die Gottesdienstteilnehmer auf, den Blick nach vorne, Richtung Ziel und nach oben, zu Gott zu richten. Und nicht nach rechts und links zu schauen, um sich mit dem Nächsten zu vergleichen und neidisch zu sein.
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