Unter dem Kerngedanken des Chorliedes „Herr, lass von dir uns lernen“ versammelte sich die Gemeinde Kaiserslautern zu einem festlichen Sonntagsgottesdienst. In einer würdigen Feier wurde auch ein Ehepaar für 50 gemeinsame Jahre gesegnet.
Gottes Wort als Wegweisung
Die Gemeinde Kaiserslautern erlebte einen bewegenden Gottesdienst, den Bezirksevangelist und Gemeindevorsteher Christian Littek leitete, am Sonntagvormittag, den 14. September 2025. Grundlage war das Bibelwort aus Matthäus 6,13a: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“
Nach dem Bibelwort trug der gemischte Chor das Lied „Herr, lass von dir uns lernen“ (Chorbuch Nr. 330) vor. Dessen Kerngedanke führte die Gemeinde inhaltlich in die Predigt ein.
Ermutigung für den Alltag
In seiner Verkündigung stellte der Vorsteher heraus: Gott führt nicht in Versuchung, sondern möchte, dass Menschen sich bewusst für ihn entscheiden. Der Blick auf Jesu Versuchungen in der Wüste macht deutlich, wie aus seinen Erfahrungen Orientierung für alle Lebenslagen gewonnen werden kann.
Er schilderte, wie der Teufel den Herrn dreimal herausforderte:
- Er forderte ihn auf, Steine in Brot zu verwandeln, als Jesus nach vierzig Tagen Fasten Hunger hatte.
- Er stellte ihn auf die Zinne des Tempels und lockte mit dem Schutz der Engel.
- Schließlich zeigte er ihm alle Reiche der Welt und bot sie an, wenn er sich unterwerfen würde.
Jesus blieb unbeirrbar und stellte Gottes Wort über alle Bedürfnisse, Sicherheiten und irdischen Angebote. Daraus lässt sich lernen, die richtigen Entscheidungen zu treffen – nach dem Willen Gottes. Dieser Wille zielt darauf, Gott zu dienen, so wie Jesus selbst in die Welt kam, um zu dienen und nicht, um sich dienen zu lassen. „Gläubige sind gerufen, Botschafter seines Heils und seiner Erlösung zu sein“, betonte der Vorsteher.
Zur weiteren Vertiefung dieser Gedanken trat Priester Timo Weber an den Altar. In seiner Co-Predigt unterstrich er, wie wichtig es ist, Gottes Wort ernst zu nehmen und sich in allen Lebenslagen am Beispiel Jesu zu orientieren.
Höhepunkt: Das Heilige Abendmahl
Der Höhepunkt des Gottesdienstes war die Feier des Heiligen Abendmahles, in dem die Gläubigen Trost, Stärkung und innige Gemeinschaft mit Gott erlebten.
Goldene Hochzeit im Segenslicht
Nach der Abendmahlsfeier durfte sich die Gemeinde über eine besondere Handlung freuen: Gerhard und Maritta Baumgard erhielten den Segen zu ihrer Goldenen Hochzeit. Für diesen Anlass wählte der Vorsteher das Bibelwort aus Jesaja 12,2: „Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil.“
Mit warmherzigen Worten würdigte er den jahrzehntelangen gemeinsamen Lebensweg des Jubelpaares, den sie im Vertrauen auf Gott gegangen sind. Dankbar blicken sie auf drei Kinder und mehrere Enkel, die ihr Leben bereichern und begleiten. Gerhard Baumgard, Priester im Ruhestand, hat mit Hingabe viele Jahre in der Gemeinde gewirkt. Zusammen mit seiner Frau ist er bis heute ein leuchtendes Beispiel für Treue, Beständigkeit und Liebe.
Dankbarkeit, Freude und Ausblick
Mit großer Freude und ehrlicher Dankbarkeit gratulierte die Gemeinde dem Jubelpaar. Nach dem Gottesdienst blieb man noch gerne im Foyer beisammen. Bei Sekt, kalten Getränken und kleinen Häppchen, zu denen das Goldpaar eingeladen hatte, wurde herzlich gratuliert und auf das Jubiläum angestoßen.
Der festliche Gottesdienst hinterließ bei allen Anwesenden ein Gefühl von Ermutigung, Zusammenhalt und Hoffnung. Die Feier machte deutlich: Wer Gott vertraut, darf unter seinem Schutz und seiner Führung zuversichtlich in die Zukunft gehen.
14. September 2025
Text:
C. Huke,
Redaktion
Fotos:
HJ Eicher
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