Am Sonntag, den 2. August 2026, feierte die Gemeinde Bad Bergzabern einen Gottesdienst, in dem Gudrun und Norbert Hüther (Priester in Ruhe) den Segen zu ihrer Rubinhochzeit erhielten.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Habakuk 2,20 zugrunde:
„Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt.“
In seiner Predigt ging der Vorsteher der Gemeinde, Evangelist Hilger Groß, darauf ein, dass es wichtig ist, dass zunächst Ruhe in einem selbst einkehre, wenn Gott einkehren soll. Im Tempel war damals viel Trubel gewesen. Auch zur Zeit Jesu war dies noch so. Jesus hat deshalb die Tische der Händler umgeworfen, die aus dem Bethaus seines Vaters ein Kaufhaus gemacht haben. Auch Habakuk sagte dem Volk: Nun ist Gott im Tempel, lasst uns nun stille sein.
Auch wenn man heute in den Gottesdienst kommt, soll es zunächst ruhig in einem selbst werden. Denn Gott offenbart sich in seinem Haus in Wort und Gnade, aber auch in der Gemeinschaft mit den Nächsten – nicht im Lärm.
Priester Mirko Aßmann griff diesen Gedanken in seinem Co-Beitrag auf: Das Haus Gottes ist nicht das Gebäude, sondern jede einzelne lebendige Seele.
Licht und Liebe
Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls ging Evangelist Groß in seiner Ansprache an die Geschwister Hüther auf das Aussehen des Rubins ein. Dieser ist ein Bild für Licht – er leuchte auch im Dunkeln – und für Liebe. Ein Rubin war auch im Zentrum der Edelsteine angeordnet, die der Hohepriester an seiner silbernen Brustplatte trug.
Dieses Licht und diese Liebe sind auch ein Zeichen für die 40 Jahre Ehe des Jubelpaares, die sich im Krankenhaus kennenlernten: Sie war Krankenschwester und er Patient. Nach seiner Entlassung hat Norbert Hüther Blumen für sie besorgt, weil er mitbekommen hatte, dass ihr noch nie Blumen geschenkt wurden. Daraus wurden 40 Jahre Ehe.
Bei dem jung verheirateten Ehemann kam bald der Wunsch hinzu, auch im Glauben gemeinsam mit seiner Frau den gleichen Weg zu gehen. Im Laufe der Zeit waren beide in verschiedenen Gemeinden aktiv: Rumbach, Ludwigswinkel und Bad Bergzabern.
Als Bibelwort las ihnen Evangelist Groß aus Sprüche 2,10+11 vor:
„Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein, Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten.“
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