Vor einem Jahr, beim Sommerfest im Kirchgarten, stellten sich zwei Brautpaare vor. Beide verband der Wunsch, am 30. Mai 2026 getraut zu werden. Aus diesen Wünschen wurde ein außergewöhnlicher Festtag in zwei Etappen.
Daniel und Larissa
Kurz vor 13 Uhr stand Bräutigam Daniel in freudiger Erwartung vor dem Altar. Der Gemeindevorsteher begrüßte die Braut Larissa und ihre Begleitung vor der Kirchentür. Nach einem kurzen gemeinsamen Gebet war es so weit: Am Arm ihres Vaters schritt Larissa durch den Mittelgang zum Altar.
Der Gemeindevorsteher hatte für Daniel und Larissa ein Bibelwort aus Matthäus 7 ausgewählt, das sie als Leitwort auf ihrem gemeinsamen Lebensweg begleiten soll:
„Suchet, so werdet ihr finden; bittet, so wird euch gegeben; klopfet an, so wird euch aufgetan.“
Dabei wurde deutlich, dass diese Worte weit über ein gelingendes Miteinander hinausweisen. Sie stehen im Zusammenhang mit der Aufforderung Jesu: „Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit“, dann wird euch alles andere zufallen.
Als besonders bewegender Moment blieben die sehr persönlich formulierten Eheversprechen von Daniel und Larissa in Erinnerung. Musikalisch bereicherte Daniels Schwager Heiko die Trauung als gefühlvoller Solotenor mit zarter Klavierbegleitung. Beim Auszug aus der Kirche führte der Weg in den Kirchgarten. Dort erinnert nun ein Rosenstock an diesen großen Tag.
Natalie und Andreas
Kurz vor 15 Uhr begann die zweite Trauung. Bräutigam Andreas strahlte vor dem Altar und wirkte bei aller Freude erstaunlich ruhig. Erneut begrüßte der Gemeindevorsteher die Braut Natalie und ihre Begleitung vor der Kirchentür. Nach einem kurzen gemeinsamen Gebet schritt auch Natalie am Arm ihres Vaters durch den Mittelgang zum Altar.
Natalie und Andreas hatten sich als Bibelwort das Hohelied der Liebe aus dem Korintherbrief des Apostels Paulus gewünscht:
„Die Liebe ist freundlich, sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf. Sie ist nicht eingebildet, sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil. Sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo Wahrheit siegt, freut sie sich mit. Die Liebe vergeht niemals.“
Diese Worte stehen unter der Überschrift: Gott ist die Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
Wie schön war es, dass zu diesem Fest ein guter Freund sein Cello mitbrachte und es, begleitet von der Orgel, singen ließ. Dazu erklangen die Lieder des Gemeindechores. Den Abschluss bildete die ganze Gemeinde mit dem mächtigen „Großer Gott, wir loben Dich“. Der Auszug aus der Kirche führte auch hier zu einem Rosenstock – mit Schäufelchen und Gießkanne.
Dank für viele helfende Hände
Zu diesem Festtag gehörte auch ein Blick hinter den Vorhang. Ein besonderer Dank galt den Blumenschmückern für die zauberhafte Gestaltung der Kirche, allen Musikerinnen und Musikern für ihre das Herz berührenden Beiträge sowie dem Gemeindegremium für die gekonnte Organisation.
Über allem gebührte dem Himmel mehr Dank, als sich in Worte fassen lässt. Dieser Tag wird sicher nicht so bald in Vergessenheit geraten – schon wegen der beiden Rosenstöcke im Kirchgarten.
13. Juni 2026
Text:
G. Krei
Fotos:
Christian Deubel
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