In elf Städten feierten Jugendliche am Sonntag, 21. Januar 2024, gemeinsam mit einem Bischof oder Apostel aus einem anderen Arbeitsbereich der Gebietskirche West den Jugendauftaktgottesdienst. Grundlage für die Gottesdienste war ein Bibelwort aus Matthäus 20,32: „Jesus aber blieb stehen, rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich für euch tun soll?“
In Trier versammelten sich fast 180 Jugendliche aus den Bezirken Luxemburg, Rheinpfalz, Saar-Pfalz und Trier, um mit Apostel Franz-Wilhelm Otten aus dem Arbeitsbereich West den Gottesdienst zu feiern. Am Anfang des Gottesdienstes fand eine Lesung statt, die das Bibelwort beinhaltete und die Begebenheit schilderte, in der Jesus nach Jericho einzieht und von zwei Blinden erkannt und angerufen wird.
Apostel Otten machte in seiner Predigt daraufhin klar, dass die Begegnung mit Jesus und das Erleben von Jesus ohne Alternative seien und man sich auf keinen Fall davon abhalten lassen solle. Ebenfalls solle man sich von Jesus erbitten, das zu sehen, was wirklich ist. Diesen Gedanken verband er mit einer Geschichte, in welcher er schilderte, wie er mit Freunden in Brüssel auf einem Platz stand und die schönen Gebäude betrachtete. Die anderen wiederum nahmen stattdessen die Kleider der Bräute wahr, die dort vor Ort waren, oder die großartigen Autos. Jeder nimmt also etwas anderes wahr. Doch von Jesus solle man sich erbeten, das zu sehen was wirklich ist, denn Sehen gäbe Richtung im Glauben.
Beten wirkt
In ihrer Copredigt erläuterte Diakonin Melanie Breger, warum das Motto „Beten wirkt“ heißt und nicht „Beten hilft“. Denn auch wenn Gebete nicht genau erfüllt werden und nicht sofort geholfen wird, gibt es eine Wirkung. Diese tritt vielleicht ganz anders ein oder sieht vielleicht ganz anders aus, als man sie sich vorgestellt hat.
Nach dem Chorlied „With you I can“ stellte Priester Daniel Hainbach in seinem Beitrag die Frage in den Raum, ob den Jugendlichen bewusst ist, was sie mit Jesus alles können. Sie sollen, wie bereits von Apostel Otten erwähnt, Zeit in Jesus investieren und sich durch nichts davon abhalten lassen, ihm nachzufolgen.
Der Gottesdienst wurde von einem kleinen Orchester sowie dem Jugendchor mitgestaltet.
Wirkt Beten?
Während der Mittagspause konnten sich die Jugendlichen durch ein Spiel besser kennenlernen. Dabei galt es Jugendliche zu finden, auf die eine Reihe von Aussagen, wie „hat bei Kids4Africa mitgemacht“ oder „ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist“ zutrafen.
Wirkt Beten? Die Jugendlichen wurden anschließend von Laura aus Kaisersesch und Jonas aus Idar-Oberstein durch das Mittagsprogramm geführt, welches mit zwei Poetryslams zu der Fragestellung „Wirkt beten?“ begann. Die Slammer und Slammerinnen gaben die Fragestellung „Wirkt Beten? Was würdet ihr sagen“, an die Jugendlichen zurück.
Wer ist Apostel Otten?
Um Apostel Franz-Wilhelm Otten besser kennenzulernen, berichtete er über Spannendes aus seiner Missionsarbeit. Zu seinen Arbeitsgebieten gehören Albanien, Kosovo, Lettland und Litauen. Der Apostel erklärte den Jugendlichen, dass es das wichtigste sei, die Länder, deren Lebensarten und Blickwinkel gut zu kennen. Denn jedes der Länder ist durch seine eigene Geschichte geprägt. Albanien war zum Beispiel bis ins 15 Jh. christlich, danach muslimisch und wurde dann zum ersten atheistischen Staat. In Albanien ist die Neuapostolische Kirche sozial sehr aktiv, unterhält Kindergärten und eine Dayschool. Die Baltischen Länder (Lettland und Litauen) sind sowjetisch geprägt; dies wird im Besonderen durch die absolute Gleichstellung von Mann und Frau erkennbar.
Die Jugendlichen hatten im Vorfeld zum Jugendauftaktgottesdienst Fragen formuliert, welche dem Apostel in einem Gespräch gestellt wurden. Die Fragen bezogen sich sowohl auf den Glauben als auch auf persönliches, wie zum Beispiel ein typischer Tagesablauf des Apostels aussieht. Daraufhin antwortete er, dass es nie einen typischen Tagesablauf gibt. Denn Apostel Otten ist neben seinem Amt als Apostel noch berufstätig. Jeder seiner Tage sei lang, gefüllt und erfüllend. Als Rat gab er den Jugendlichen mit, Christus in die Mitte zu stellen und sich intensiv mit dem Evangelium zu beschäftigen, das zwar 2000 Jahr alt aber jederzeit und immer noch hochaktuell sei.
Das Abschlussgebet des gemeinsamen Jugendauftaktgottesdienstes wurde von jeweils einem Jugendlichen aus jedem der vier Ältestenbezirke gesprochen.
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