Was haben eine Rückenmassage, kurze oder lange Anreisen sowie gemeinschaftliches Singen und Beten gemeinsam? Richtig, es ist Jugendtags-Wochenende! Unter dem Motto "Ich bin bei dir!" feierten bis zu 350 begeisterte Jugendliche und ihre Betreuer am 20. und 21. September 2025 den Jugendtag für den Arbeitsbereich Süd in der saarländischen Landeshauptstadt – bunt, lebendig und voller Glauben.
Viele helfende Hände und empathische Herzen waren aktiv. Bereits im Vorfeld wurde viel vorbereitet. Und während der beiden Tage war alles bereit, um den jugendlichen Glaubensgeschwistern im großen Kreis der Gleichgesinnten schöne und wertvolle Stunden zu bereiten. Hierzu gehörte nicht nur die Versorgung mit Getränken und Essen, sondern auch die Aufräumarbeiten vor und nach den verschiedenen Programmpunkten.
Neben den Jugendlichen aus den Kirchenbezirken Frankfurt, Saar-Pfalz, Trier, Rheinpfalz, Mainz und Wiesbaden waren auch junge Glaubensgeschwister aus Frankreich (Bezirk Merlebach) und Luxemburg angereist. Damit sie möglichst das gesamte Programm in ihrer Sprache mitverfolgen konnten, waren die beiden Übersetzer Frank Schaffer und Adon Wampach während des gesamten Wochenendes im Einsatz.
Maike Becker, Jasmin Mrotzek und Carmen Monsieur haben im Nachgang zum Jugendtag ihre Gedanken zu den einzelnen Programmpunkten aufgeschrieben. Hieraus ist der folgende Bericht entstanden.
Samstag: Begrüßung in der Saarbrücker Kirche
Ungefähr 290 Jugendliche fanden sich am Samstagvormittag in der NAK Saarbrücken ein.
Eingeleitet wurde der Vormittag von dem bekannten Lied "Der Herr ist mein Licht", spontan vorgetragen von den Jugendlichen aus dem Bezirk Merlebach auf Französisch.
Dann stellten sich die Moderatoren vor, Tim Vogel und Benjamin Lauer, beide aus dem Bezirk Frankfurt. Sie führten durch das zweitägige Programm. Da viele länger angereist waren, wurde auf Vorschlag der Moderatoren zunächst eine Massagekette gebildet, danach folgte ein Gebet zum Anfang. Bezirksapostel Stefan Pöschel sowie der französische Apostel Jeannot Leibfried wussten auch über den Jugendtag Bescheid und meldeten sich per Video-Grußbotschaft.
Apostel Opdenplatz erklärte daraufhin den Anwesenden, wie es dazu kam, dass jeder der Bezirke im Vorfeld ein afrikanisches Land zugewiesen bekommen hatte, für welches die Jugendlichen jeweils auch ein Grußvideo gedreht hatten. Sowohl Apostel Opdenplatz, als auch Apostel Leibfried betreuen afrikanische Länder - und der Gedanke war, die Verbindung zwischen diesen Ländern und ihren Bezirken in Europa zu stärken. Auch aus den jeweiligen Ländern in Afrika kamen Grußvideos. Diese wurden ebenfalls vorgespielt. Es folgten weitere Videos über bezirksübergreifende Jugendaktivitäten, die im Lauf des Jahres bereits stattgefunden hatten.
Anschließend wurde der weitere Tagesablauf vorgestellt. Carmen Monsieur und Immo Cronauer erläuterten, welche Aktivitäten die Jugendlichen auf dem Sportcampus Saar erwarten würden und wie die Essensversorgung organisiert ist. Von Workshops über Escape Games, Mario-Kart-Wettbewerb und Fußballturnieren bis zum Taschengestalten war alles dabei. Ein Garant dafür, dass keine Langeweile aufkommen würde. Als Stärkung gab's Fleischkäsebrötchen für alle.
Aktivitäten auf dem Sportcampus
Der Samstagnachmittag stand im Zeichen gemeinsamer Aktivitäten auf dem Sportcampus Saar in Saarbrücken – die Jugendgruppen der sechs Bezirke aus dem Apostelbereich Süd und die beiden eingeladenen Bezirke Luxemburg und Merlebach (Frankreich) hatten eine Vielzahl an sportlichen und spielerischen Angeboten vorbereitet, die bei strahlendem Sonnenschein gerne wahrgenommen wurden.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einem Get-to-know, bei dem die Bezirke spielerisch durchmischt wurden, standen Fußball, Tischkicker, Schwimmen im Olympiabecken, ein Mario-Kart-Turnier und Escape Games im Großformat auf dem Programm. Außerdem konnte man Stofftaschen oder T-Shirts bemalen, in einem Workshop zum Thema „Wie kommt der Gottesdienst zu mir nach Hause?“ allerlei Wissenswertes über IPTV-Technik erfahren oder sich in einer Gesprächsrunde unter der Überschrift „Komm ins Gespräch“ über Glaubensthemen austauschen. In einem Gospel-Workshop, der spontan ins Freie verlegt worden war, bereiteten die Jugendlichen unter der Leitung von Diakon Steffen Hause aus dem Bezirk Kassel-Korbach Gospels für den „Afrika-Abend“ vor, der abends in der Kirche stattfinden sollte.
Während des gesamten Nachmittags wurden im Rahmen einer Foto-Challenge Bilder in unterschiedlichen Konstellationen und Themen gemacht, es gab Rätsel zu biblischen Personen, die per WhatsApp gelöst wurden, und alle Teilnehmer konnten Gedanken der Ermutigung formulieren, die an Geschwister in Afrika gesendet werden, die unter Verfolgung und Benachteiligung aufgrund ihres christlichen Glaubens leiden. Für eine süße Stärkung zwischendurch stand ein Waffel- und Popcorn-Stand bereit.
Afrika-Abend
Nach der Stärkung durch das gemeinsame Abendessen stand der Abend unter dem Motto "Afrika". Dabei tauchten die Jugendlichen in die 6 afrikanischen Länder ein, die Apostel Opdenplatz betreut: Senegal, Mali, Mauretanien, Niger, Gambia und Burkina Faso. Natürlich waren auch 2 Länder, die Apostel Jeannot Leibfried betreut, vertreten: Tunesien und Marokko.
Jedes afrikanische Land hatte für die Jugend in den beim Jugendtag anwesenden Bezirken im Vorfeld eine Videobotschaft gesendet, die präsentiert wurde. Auch die Jugend aus den deutschen Bezirken des Apostel Opdenplatz und aus den anwesenden Bezirken von Apostel Leibfried hatte Videobotschaften für ihr Partnerland in Afrika vorbereitet, die abgespielt wurden. Zu jedem afrikanischen Land berichteten Apostel Gert Opdenplatz und Bischof Pascal Strobel lebhaft von gemeinsamen Pastoralreisen und Erlebnissen mit den Glaubensgeschwistern vor Ort.
Besonders beeindruckend war auch der Erlebnisbericht von Diakonin Patricia Gehring aus Frankfurt-Nord vom Besuch des senegalesischen Jugendtages. Es war schön zu erleben, wie der Glaube länderübergreifend verbindet - trotz großer geografischer Distanz, völlig unterschiedlicher Lebensumstände und ohne sich jemals persönlich begegnet zu sein. Nach den tiefgehenden Eindrücken klang der Tag bei Gesellschaftsspielen und Karaoke aus.
Sonntag: Jugendtags-Gottesdienst
Der geistliche Höhepunkt des Jugendtags war der Sonntags-Gottesdienst mit Apostel Opdenplatz. Ungefähr 350 Gottesdienstbesucher hatten sich in der Saarbrücker Kirche versammelt. Über die Hälfte der Jugendlichen war auch musikalisch aktiv: neben einem 30-köpfigen Orchester erhoben auch mehr als 170 junge Sängerinnen und Sänger freudig ihre Stimmen zum Lobgesang und umrahmten auf diese Weise ganz besondes festlich den Gottesdienst. Gottes Zusage „Ich bin bei dir“ stand hierbei im Zentrum der Predigt.
Dem Gottesdienst legte der Apostel einen Teil des Bibelwortes aus Johannes 14,3 zu Grunde: "...seid, wo ich bin". Dieses Wort stelle den Bezug zum Motto des Jugendtages her: "Ich bin bei dir!" Hierbei deutete er die Teilnahme am Gottesdienst und den Empfang der Sakramente als die Erfüllung der Aufforderung "Seid, wo ich bin" in der Gegenwart.
Migrant und Zuckertüte
Die Geschichte eines Mannes (Daniel), eines Migranten, der in einem fremden Land Karriere machte, aber wegen seines Festhaltens am täglichen Gebet zu Gott Neider auf den Plan rief und deshalb in eine Löwengrube geworfen wurde, diente zur Verdeutlichung der Wirksamkeit Gottes: durch einen Engel wurden den Löwen die Mäuler zugehalten. Daniel hat dies nach seiner Befreiung aus der Löwengrube zum Ausdruck gebracht: "Gott, du hast ja meiner gedacht; du lässt die nicht im Stich, die dich lieben!." (Stücke zu Daniel 2,38). Aus dieser Geschichte wurde die Zusage abgeleitet: Egal, ob der Mensch sich gerade ganz oben auf der Karriereleiter befindet oder ganz tief "in der Tinte" sitzt: Gott ist da! Diese Botschaft gelte es auch nach außen zu tragen, gerade angesichts von Extremismus und der Verfälschung der Wahrheit. Und durch Engagement und aktive Mitwirkung in der Gemeinde könne man das Wort "seid, wo ich bin" in die Tat umsetzen.
Auf einer Zuckertüte habe der Apostel einen Merksatz gelesen: "Sende nur das in die Welt, was sie liebevoller macht." Gläubige Christen sollten täglich reflektieren, was sie in die Welt senden – in Worten, Taten, Gedanken und Geschriebenem – und sicherstellen, dass es die Welt liebevoller macht. Gott habe das Vorbild gegeben, indem er seinen Sohn sandte, nicht um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten, wie im Johannes-Evangelium beschrieben.
Der stellvertretende Bezirksleiter des Bezirks Trier, Priester Florian Stricksner, sowie die Diakonin Anne Tscheuschner aus dem Bezirk Frankfurt führten in ihren Co-Predigten die Gedanken des Apostels fort. Bezirksevangelist Eric Higelin aus dem Bezirk Merlebach bereitete die Anwesenden in französisch auf das Heilige Abendmahl vor. Seine Predigt wurde von Bischof Pascal Strobel am Altar konsekutiv übersetzt.
Feierstunde am Nachmittag
Die Feierstunde am Sonntagnachmittag stand im Zeichen geistlicher Beiträge, die von den Jugendlichen der anwesenden Bezirke vorbereitet worden waren. Den Auftakt bildete das „Vaterunser“, bei dem Satz für Satz hinterfragt wurde, ob der Betende wirklich meint, was er sagt. Im Anschluss wurde ein „Liebesbrief von Gott“ vorgetragen – bestehend aus liebevollen und zugewandten Bibelversen mit der wohltuenden Botschaft „Ich (Gott) liebe dich – schon immer und für immer“.
Die Jahresmottos der Jahre 2021-2025 waren Thema des nun folgenden Beitrags, in dem die Jugendlichen aus Merlebach den Kern jedes einzelnen Mottos beleuchteten und den Anwesenden neue Impulse mitgaben. Es folgte ein Interview mit Apostel Gert Opdenplatz, in welchem dieser bereitwillig die Fragen der Jugendlichen beantwortete und Einblicke in persönliche (Glaubens-) Erfahrungen und sein Verständnis zu seinem Amt als Apostel gab.
Im anschließenden Quiz konnten alle Anwesenden ihr Wissen rund um die Bibel testen und sogar etwas gewinnen. Eingeleitet vom gemeinsam vorgetragenen Lied „Lord, I stretch my hands“ und inspiriert durch den Weltgebetstag für den Frieden trug eine Gruppe Jugendlicher Gedanken zum Thema Frieden vor und schloss diesen letzten Beitrag mit einem gemeinsamen Friedensgebet.. Hierbei wurde der Friede untereinander als Ergebnis unserer positiven und vom Glauben getragenen Beziehungen in den Mittelpunkt gestellt.
Der Kreis zum Beginn der Feierstunde schloss sich, als Apostel Gert Opdenplatz alle Anwesenden aufforderte, zum Abschluss des Wochenendes und des Nachmittags gemeinsam das „Vaterunser“ zu beten – ein Erleben, unter dessen nachhaltigem Eindruck der Heimweg angetreten wurde.
25. September 2025
Text:
Gerhard Grapp
Fotos:
Karsten Becker
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