Bei schönem Sommerwetter kamen am 23. August 2026 die Verbundgemeinden Bad Dürkheim und Oggersheim zu einem gemeinsamen OpenAir-Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen auf der Limburg zusammen.
Für die Gemeinde Bad Dürkheim gehört ein Gottesdienst auf der Limburg bereits zur Tradition, für die Gemeinde Oggersheim war die Veranstaltung in diesem Jahr eine Premiere.
Gottesdienst an einem geschichtsträchtigen Ort
Bei sonnigem Wetter begann um 11 Uhr der gemeinsame Gottesdienst. Die versammelte Gemeinde eröffnete ihn mit dem Lied „O selig Haus“. Darin wird ein gesegnetes Zuhause beschrieben, in dem Jesus Christus im Mittelpunkt steht, Familien begleitet und ihnen Freude, Trost und Orientierung schenkt.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 2. Mose 20,12 zugrunde:
„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.“
Zu Beginn nahm Vorsteher Steffen Sander Bezug auf die Geschichte der Limburg. Die Klosterruine ist ein Ort, an dem über viele Jahrhunderte christlicher Glaube gelebt und verkündigt wurde. Bereits im Jahr 1038 fand dort eine Synode statt, auf der unter anderem die Adventssonntage festgelegt wurden. Damit verbindet sich die Geschichte des Ortes auch mit einer kirchlichen Tradition.
Anhand des vierten Gebots wurde anschließend das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern betrachtet. Das Gebot beschreibt nicht nur eine einseitige Verpflichtung der Kinder. Auch Eltern sind aufgerufen, ihre Kinder anzunehmen und ihnen mit Wertschätzung zu begegnen. Kinder wiederum sind aufgefordert, ihre Eltern zu achten und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Dabei wurde deutlich, dass das Gebot über das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern hinausweist: Es geht um einen respektvollen Umgang miteinander und um die Frage, wie ein „selig Haus“ entstehen kann.
Frieden beginnt im eigenen Umfeld
Auch Priester Norman Weiss ging auf die besondere Bedeutung der Limburg ein. An diesem Ort wurde über Jahrhunderte hinweg das Evangelium verkündigt und der christliche Glaube gelebt. Gleichzeitig erinnert die heutige Ruine daran, dass die Geschichte auch von Krieg und Zerstörung geprägt ist. Im vierten Gebot geht es darum, Frieden zu halten. Der Priester appellierte an die versammelte Gemeinde, für diesen Frieden zu beten – einen Frieden, der in der Familie beginnt und von dort aus in das weitere Umfeld getragen werden soll.
Priester Ralf Birmele wies in seinem Mitdienen auf die besondere Stellung des vierten Gebots hin. Während sich andere Gebote an bestimmte Situationen oder Personengruppen richten, betrifft die Aufforderung, Vater und Mutter zu ehren, jeden Menschen. Zudem ist es das einzige der Zehn Gebote, das unmittelbar mit einer Zusage Gottes verbunden ist.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von Orgel, Flötengruppe und Chor gestaltet.
Gemeinschaft, die verbindet
Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich alle Teilnehmer zum gemeinsamen Mittagessen im Restaurant im Klostergarten. An den Tischen wurde angeregt erzählt und die Gelegenheit genutzt, die Gemeinschaft über die Gemeindegrenzen hinweg zu pflegen. Während die Erwachsenen die Zeit zum Austausch genossen, erkundeten die Kinder neugierig die historische Burgruine. So bot der gemeinsame Mittag einen schönen Ausklang des Gottesdienstes und ließ den Sonntag in geselliger Atmosphäre weiterklingen.
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