Fast genau 1 Jahr ist es her, dass der letzte Bezirks-Kindergottesdienst wegen des ersten Lockdowns der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Vorsichtige Gedanken an eine spätere Anberaumung dieses Gottesdienstes wurden immer wieder durch steigende Infektionszahlen zunichte gemacht. Was also tun?
Weiterhin auf dieses besondere Angebot für unsere Kinder verzichten? „Auf gar keinen Fall!!“, dachten sich die Verantwortlichen für die Betreuung der Kinder im Bezirk Rheinpfalz. „Wenn wir die Kinder nicht zu einem gemeinsamen Präsenzgottesdienst einladen können, dann müssen wir eben zu den Kindern gehen!“
Gesagt, überlegt, getan!
Was dabei herauskam, war ein Video-Gottesdienst, den die Kinder gemeinsam mit ihren Familien zuhause erleben konnten. Am Sonntag, dem 14. März 2021, war es soweit: eine Hand voll Geschwister versammelte sich um 12.00 Uhr in der Kirche in Schifferstadt, von wo aus dieser Gottesdienst übertragen wurde: die beiden Dienstleiter Michael Binder und Gerald Niederberger, Thomas Machauer, der die Übertragung durchführte, sowie zwei Mitglieder des KiGo-Teams. In 65 Haushalten hatten sich Kinder, teils mit Familien, Lehrkräfte, aber auch der ein und andere Gastzuschauer eingewählt, um diesen Gottesdienst zu erleben.
Umrahmt von je einer liebevollen Videobotschaft unserer Bezirks-Kinderbeauftragten Manuela Rauscher und Stefanie Enders, erwartete die Kinder eine bunte Mischung aus …
- Videoaufnahmen des Bezirks-Kinderchores der vergangenen Jahre,
- mehreren kurzen Predigtteilen,
- einem zum Thema passenden Filmbeitrag aus der Homepage des Bezirkes,
- Musikbeiträgen zum Mitsingen zuhause
- sowie Gedanken zum Thema des Gottesdienstes, die die Kinder bereits zuvor einsenden durften und die dann als Filmbeiträge in den Gottesdienst eingebaut wurden.
Insgesamt also ein sehr abwechslungsreicher Gottesdienst!
Bin ich ein Schaf, wenn ich Gott vertraue?
Unter der Überschrift „Bin ich ein Schaf, wenn ich Gott vertraue?“ stand Psalm 23, 1-4 in einer kindgerechten Version im Mittelpunkt des Gottesdienstes: Jesus, unser Hirte, der immer für uns sorgt, der uns in seiner großen Liebe nachgeht, wenn wir einmal auf „Abwege“ geraten sind und der uns sogar „trägt“, wenn unsere Seele sich verletzt oder kraftlos fühlt.
Bereits vor dem KiGo waren die Kinder aufgerufen worden, sich zu überlegen, wie sich ein Schaf fühlen könnte, das seine Herde verloren hat. So manches von ihnen konnte sich sicherlich recht gut in ein solches Schaf hineinversetzen, da es im zurückliegenden Jahr selbst erlebt hat, wie es sich anfühlt, wenn man die gewohnten Kontakte nicht pflegen, seine Großeltern nicht besuchen, Freunde nicht treffen und sogar die Schule nicht besuchen kann. So manche „Herde“ schien da vielleicht weit, weit weg …
Aber die beiden Dienstleiter trösteten: Auch Jesus kannte das Gefühl der Einsamkeit, des Verlassenseins: Als er seine Jünger im Garten Gethsemane gebraucht hätte, schliefen sie. Als er gefangengenommen und verurteilt wurde, waren sie nicht an seiner Seite. Aber, so erfuhren die Kinder: Jesus suchte Hilfe bei seinem himmlischen Vater im Gebet. Und dieser tat in seiner Liebe etwas Besonderes: Er schickte ihm einen Engel, der ihn stärkte.
Und die Kinder erfuhren noch etwas: Jesus sorgte dafür, dass seine Jünger auch nach seiner Himmelfahrt nicht allein wären, sondern einen „Hirten“ hätten, der sich um sie kümmert. Dreimal fragte er Petrus, ob dieser ihn lieb habe, und nachdem Petrus dies dreimal bestätigt hatte, gab er ihm den Auftrag: „Dann weide meine Schafe, weide meine Lämmer!“ Solche Hirten seien heute die Apostel, die Segensträger in den Gemeinden, aber auch die Lehrkräfte, die Eltern usw.
Fazit des Gottesdienstes
Wer Gott vertraut, ist kein „dummes Schaf“, sondern eines, das genau weiß, wo es Trost und Hilfe findet und das sich sicher sein darf: Mein Hirte nimmt mich in seiner Liebe auch dann wieder auf, wenn ich ihn vielleicht sogar absichtlich verlassen und ihn enttäuscht habe! Kräftig durften die Kinder diese Zuversicht durch ihr Mitsingen in einem der letzten Lieder ausdrücken: „Ich bin bei euch alle Tage – bis an der Welt Ende!“
Lesezeichen, die den Kindern bereits vor dem Gottesdienst per Mail zugeschickt wurden (und die auch weiterhin auf der Homepage zum Herunterladen und Basteln abrufbar sind) erinnern sie hoffentlich noch lange an diesen besonderen KiGo:
„Jesus, MEIN guter Hirte – IMMER!!“
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