Über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten den festlichen Gottesdienst vor Ort, weitere Gemeinden waren per IPTV zugeschaltet. Am Sonntag, 5. Oktober 2025, feierten die Glaubensgeschwister des Bezirks Rheinpfalz in der Kirche Kaiserslautern den Erntedankgottesdienst mit Bezirksapostel Stefan Pöschel, Kirchenpräsident der Gebietskirche Westdeutschland.
Dankbarkeit, Ruhestände und ein neuer Gemeindeverbund prägten den zentralen Gottesdienst im Bezirk Rheinpfalz.
Das Bibelwort aus Kolosser 3,17 bildete die Grundlage: "Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn."
Dankbarkeit als Haltung
Der Bezirksapostel stellte zu Beginn heraus, dass Erntedank ein weltweites Bedürfnis der Menschen sei: Gott für die Gaben der Schöpfung zu danken. Besonders dort, wo Menschen noch unmittelbar mit Landwirtschaft und Natur verbunden sind, werde diese Dankbarkeit spürbar.
Dank sei nicht nur ein Gefühl, sondern eine Lebenshaltung. Wer nachdenkt über das eigene Leben, erkenne vieles, wofür er Gott danken könne. Paulus rufe dazu auf, alles Reden und Handeln im Namen Jesu Christi zu tun. Das gelte sowohl im Umgang miteinander als auch im persönlichen Glaubensleben.
Reden und Handeln im Namen Jesu
Dankbarkeit solle sich im Reden zeigen: wohlwollend, freundlich und vom Geist Christi geprägt. Ebenso im Handeln: Gottesdienste besuchen, beten, Opfergaben bringen, Verantwortung für Mitmenschen und die Schöpfung übernehmen. Auch im Alltag könne sichtbar werden, dass Jesus Christus Herr im Leben der Glaubenden ist.
Dank für natürliche und geistliche Gaben
Neben der Dankbarkeit für die natürlichen Güter wie Nahrung, Gesundheit oder Atemluft betonte der Bezirksapostel die geistliche Schöpfung: Jesus Christus, seine Auferstehung, die Kirche und die Sakramente. Besonders im Heiligen Abendmahl finde Dankbarkeit ihren tiefen Ausdruck.
Ruhesetzungen
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurden vier Amtsträger in den Ruhestand versetzt:
- Gemeindeevangelist Armin Borger, Vorsteher der Gemeinden Kusel und Grumbach
- Priester Georg Nußhag, tätig in Kusel
- Bezirksevangelist Reiner Poh aus Schifferstadt, über viele Jahre auch in der Bezirksarbeit aktiv
- Priester Ralf Krien aus Kaiserslautern
Der Bezirksapostel würdigte den treuen Einsatz der Amtsträger. Ihr Wirken werde in den Gemeinden in dankbarer Erinnerung bleiben.
Gründung eines Gemeindeverbunds
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurde ein neuer Gemeindeverbund gebildet. Die Gemeinden Grumbach, Kusel und Kaiserslautern wurden zusammengeführt. Der Apostel rief die in diesen Gemeinden tätigen Geistlichen vor den Altar. Nach ihrem gemeinsamen Ja-Wort betete er mit ihnen. Anschließend beauftragte er Bezirksevangelist Christian Littek als Vorsteher des Gemeindeverbunds. Priester Timo Weber wurde als Vertreter beauftragt.
Musikalische Gestaltung
Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt von einem gemischten Chor mit rund 60 Sängerinnen und Sängern. Zudem erklangen Violine, Konzertflügel und Pfeifenorgel.
Gemeinschaft im Anschluss
Im Anschluss kam die Gemeinde bei neuem Wein und Zwiebelkuchen zusammen.
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