Ein Tag voller Begegnung, Impulse und geistlicher Stärkung: Zu einem besonderen Ereignis trafen sich viele Gläubige des Bezirks Rheinpfalz am Sonntag, 6. April 2025, in der Neuapostolischen Kirche Kaiserslautern: Der Bezirkstag 2025 vereinte einen festlichen Gottesdienst, herzliche Gemeinschaft beim Mitbring-Brunch und aktive Mitarbeit in thematischen Arbeitsrunden. Rund um das Leitthema "Gemeinsam gestalten" entstand ein lebendiger Tag voller geistlicher Kraft, Begegnung und Austausch.
Gottesdienst mit geistlicher Tiefe und klarer Ausrichtung
Der zentrale Bezirksgottesdienst begann um 10 Uhr in der Kirche Kaiserslautern. Der Bezirksälteste Stefan Weber diente als Leiter des Gottesdienstes mit dem Bibelwort aus Matthäus 26,26, in dem Jesus beim letzten Abendmahl das Brot nahm, es segnete, brach und seinen Jüngern reichte – als Zeichen seines Opfers und seiner Gegenwart.
Mit berührenden Worten griff der Bezirksälteste die aktuelle Weltlage auf: „Weltweite Unsicherheiten, Sorgen, wie es weitergeht – umso wichtiger ist es, dass wir Haltepunkte haben, Ankerpunkte im Glauben, wo wir rasten und neue Kraft schöpfen können.“
Er betonte: „Unsere Sicherheit: Christus ist im Schiff, auch wenn der Sturm tobt. Er ist unser Ziel – das ewige Leben bei Gott.“ Dabei hob er die Bedeutung des Heiligen Abendmahls hervor: „Christus hat Brot und Wein mit seinem Leib und Blut verbunden – durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes tritt er selbst hinzu. Ein Wunder, das unser Verstand nicht fassen, aber unser Glaube annehmen kann.“
Die Feier des Heiligen Abendmahls wurde als Quelle der Stärkung und Hoffnung verstanden – ausgerichtet auf die Zukunft und das Ziel der ewigen Gemeinschaft mit dem Herrn. „Wir bekennen Christus nicht nur als Propheten, sondern als Heiland und Erlöser, als unseren Wegbegleiter.“
Drei Gemeindevorsteher wurden zum Mitdienen an den Altar gerufen: Gemeinde-Evangelist Imo Hauß (Bad Bergzabern), Priester Peter Bopp (Ludwigshafen-Oggersheim) und Priester Steffen Sander (Bad Dürkheim). Ihre Beiträge griffen die Gedanken des Hauptdienenden auf und vertieften sie mit persönlichen Erfahrungen und Glaubenszeugnissen.
Der Gottesdienst wurde per IPTV in alle Gemeinden des Bezirks übertragen, sodass viele Glaubensgeschwister in ihren Heimatkirchen mitfeiern konnten.
Gemeinschaft beim Mitbring-Brunch
Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Gemeinde zum gemeinsamen Mitbring-Brunch ein. Jeder hatte etwas Kaltes zu essen beigesteuert – die Vielfalt war groß, der Austausch lebendig. Bei Kaffee und Getränken wurde Gemeinschaft ganz praktisch gelebt. Wichtig: Alle brachten eigenes Geschirr mit – ein kleiner Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Austausch und Ideen in den Arbeitsrunden
Am Nachmittag stand das aktive Mitgestalten im Mittelpunkt. Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich engagiert am Workshopteil des Bezirkstags. Die Arbeitsrunden starteten um 12:30 Uhr unter der Leitung von Diakonin Sonja Württemberger, die durch das Programm führte und für eine motivierende Atmosphäre sorgte.
Runde 1 – Sechs Themenstationen
In der ersten Runde hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in sechs verschiedenen „Arbeitsstationen" gezielt zu einem Thema auszutauschen. Die Themen orientierten sich an aktuellen Fragestellungen und Bedürfnissen aus dem Gemeindeleben, u.a.:
- Gemeinschaft stärken in kleinen und großen Gemeinden
- Musik und kreative Angebote fördern
- Wie gelingt eine gute Willkommenskultur?
- Glaubensimpulse im Alltag
- Generationen verbinden – Jung und Alt im Dialog
- Ehrenamt: Motivation, Begleitung und Wertschätzung
Jede Station war offen gestaltet – Gespräch, Erfahrungsaustausch und kreative Methoden wechselten sich ab. Die Gruppen sammelten Ideen, beschrieben Herausforderungen und entwickelten erste Ansätze.
Runde 2 – Vertiefung und Ideensammlung
Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Gebäck ging es in die zweite Workshoprunde. Die Teilnehmer wählten erneut eine Station – entweder zur Vertiefung oder zum Kennenlernen eines weiteren Themas. Die Diskussionen wurden spürbar konkreter, und es entstanden zahlreiche kreative Vorschläge, wie das Gemeindeleben im Bezirk weiterentwickelt werden kann.
Präsentation der Ergebnisse
Zum Abschluss des Workshops präsentierten die jeweiligen Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter die wichtigsten Ergebnisse im Plenum. So konnten alle Anwesenden Einblick in die Vielfalt der Themen und Ideen nehmen. Es wurde deutlich: „Der Austausch war nicht nur lebendig, sondern auch richtungsweisend – mit vielen Impulsen, die in die Gemeinden zurückgetragen werden können."
Einige Themen sollen in den kommenden Monaten weiterbearbeitet und in regionalen Treffen oder Projektgruppen vertieft werden. Der Bezirkstag hat hier einen wichtigen Grundstein gelegt.
Fazit: Ein Tag, der wirkt
Der Bezirkstag war mehr als ein Treffen – er war ein Tag des Miteinanders, des Glaubens, der Inspiration. Vom Gottesdienst bis zur letzten Austauschrunde war zu spüren: „Wir sind gemeinsam unterwegs – Christus ist im Boot."
7. April 2025
Text:
C. Huke,
Redaktion
Fotos:
HJ Eicher
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