Zwischen frischer Erde und fröhlichem Kinderlachen wurde am 25. April der Kirchgarten der Neuapostolische Kirche in Speyer zum lebendigen Klassenzimmer: Acht Kinder und ein paar Erwachsene verwandelten ein schlichtes Beet in ein kleines Paradies aus Gemüse, Gemeinschaft und gelebter Verantwortung.
Der Anlass für die Aktion reicht dabei weit über das bloße Pflanzen hinaus. Seit dem vergangenen Jahr wächst rund um die Gemeinde ein Konzept, das Kinder behutsam an Natur und Glauben heranführt: ein bienenfreundlicher Kirchgarten, ein Naschgarten und jetzt auch das eigene Gemüsebeet. Ziel ist es, die Schöpfung Gottes nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern sie mit allen Sinnen erfahrbar zu machen. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen lernen, wie Pflanzen wachsen, was sie zum Gedeihen brauchen – und dass Pflege und Verantwortung ebenso dazugehören wie Geduld.
Schon zu Beginn wurde kräftig angepackt. Unkraut wurde entfernt, Erde gelockert – und dann kam der große Moment: Mit einer geliehenen Bodenfräse wurde das Beet vorbereitet. Staunende Blicke begleiteten das Brummen der Maschine, die aus festem Boden eine lockere Grundlage für neues Leben machte. Für viele der Kinder war es das erste Mal, solch ein Gerät aus nächster Nähe zu erleben.
Im Anschluss wurde es ruhiger, aber nicht weniger konzentriert. Mit sichtbarer Sorgfalt setzten die Kinder Tomaten-, Paprika-, Gurken- und Zucchinipflanzen in die vorbereitete Erde. Jeder Handgriff saß, und doch war immer wieder Platz für Lachen und kleine Späße. Besonders berührend: Am Ende wollte jedes Kind die euen Pflänzchen selbst gießen – ein stiller Moment des Stolzes und der Verbundenheit. Doch damit nicht genug: Mit viel Kreativität entstanden außerdem kleine Insektentränken, die im Garten verteilt wurden. Sie sind nicht nur ein Beitrag zum Schutz der Tierwelt, sondern auch ein weiteres Zeichen dafür, wie spielerisch die Kinder Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen.
Nach getaner Arbeit folgte der wohlverdiente gemütliche Teil. Bei Hotdogs und Kuchen saßen alle zusammen, tauschten Eindrücke aus und genossen das Gefühl, gemeinsam etwas geschaffen zu haben. Die Stimmung: ausgelassen, fröhlich – und am Ende geprägt von zufriedener Müdigkeit, schmutzigen Händen und stolzen Gesichtern. Was bleibt, ist mehr als ein frisch bepflanztes Beet. Es ist die Erfahrung, dass Gemeinschaft wächst, wenn man gemeinsam anpackt.
Und dass aus kleinen Händen Großes entstehen kann – wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt.
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