Ein festlicher und zugleich tief berührender Gottesdienst mit Apostel Gert Opdenplatz vereinte am Sonntagvormittag nahezu 200 Gläubige und Gäste in der Neuapostolischen Kirche Kaiserslautern. Mit eindrucksvollen Bildern und segensreichen Handlungen wurde die Botschaft von Frieden, Hoffnung und christlichem Auftrag lebendig.
Herzlicher Empfang vor dem Gottesdienst
Bereits vor dem Gottesdienst wurde Apostel Gert Opdenplatz vor der Sakristei herzlich empfangen. Das Jugend-Team aus Kaiserslautern begrüßte ihn gemeinsam mit ihrem Jugendbetreuer, Priester Christian Edinger, und überreichte ihm ein Präsent. Diese Geste unterstrich die besondere Verbundenheit und Vorfreude der Gemeinde auf den gemeinsamen Gottesdienst.
Ein Gottesdienst in großer Gemeinschaft
Am Sonntagvormittag versammelten sich nahezu 200 Gottesdienstbesucher in der Neuapostolischen Kirche Kaiserslautern. Eingeladen waren neben den örtlichen Gemeindemitgliedern auch Glaubensgeschwister und Gäste aus den Gemeinden Kusel, Grumbach, Rockenhausen und Grünstadt. Ebenso nahmen Lehrkräfte, Jugendbetreuer und Seniorenbeauftragte aus dem Bezirk Rheinpfalz teil. Die große Gemeinschaft verlieh dem Gottesdienst eine besonders feierliche und verbindende Atmosphäre.
„Friede sei mit euch“ – Das Bibelwort im Mittelpunkt
Das zugrunde liegende Bibelwort aus Johannes 20, 19–20 – „Friede sei mit euch!“ – stellte Apostel Gert Opdenplatz in den Mittelpunkt seiner Predigt. Er machte deutlich, dass dieser Friedensgruß Jesu nicht nur Zuspruch, sondern auch Auftrag für die Gläubigen ist.
Zur Veranschaulichung nutzte der Apostel eindrucksvolle Bilder:
So verglich er die Christen mit einer Pusteblume, deren Samen durch den Wind in die Welt getragen werden. Ebenso sollen die Gläubigen das Evangelium verbreiten – im Sinne des Auftrags Jesu: „Gehet hin in alle Welt …“.
Ein weiteres Bild zeigte die Hoffnung und Verwandlungskraft des Glaubens: Eine Raupe erklärt einem Regenwurm, dass sie eines Tages als Schmetterling fliegen werde. Dieses Gleichnis verdeutlichte, dass auch die Gläubigen am Tag des Herrn verwandelt werden und in einem gottgleichen Zustand allen Menschen in Liebe begegnen können.
„Herr segne und behüte uns“ – Der Segen aus der Auferstehung
Bezugnehmend auf das Lied des Chores „Herr segne und behüte uns“ (Chorbuch 359) erläuterte der Apostel die tiefen Wurzeln dieses gesungenen Gebets. Es gehe zurück auf den alttestamentlichen aronitischen Segen, der einst von Priestern gespendet wurde, die nur einmal im Jahr das Allerheiligste betreten durften.
Mit Ostern jedoch habe sich alles grundlegend verändert: Der Segen komme nun aus der Kraft der Auferstehung Jesu Christi – eine Wirklichkeit, die es zuvor nicht gegeben habe. Der Glaube an die Auferstehung sei das, was alle Gläubigen miteinander verbinde. Ostern sei ein entscheidender Wendepunkt in der Heilsgeschichte: Jesus Christus ist von den Toten auferstanden.
Der Apostel machte deutlich, dass in der Gemeinde große Unterschiede sichtbar seien – Kinder, Jugendliche, Erwachsene, unterschiedliche Lebenswege, Berufe und Prägungen. Doch eines eint alle: der Glaube an die Auferstehung. Dieser Glaube ist Fundament und zugleich Ausrichtung auf das nächste Ziel im Heilsplan Gottes – die erste Auferstehung.
Die Auferstehung Jesu Christi sei dabei keine symbolische Vorstellung, sondern eine unverrückbare Bekenntnisgrundlage. Sie dokumentiere die Allmacht Gottes und bezeuge, dass dem Schöpfer von Himmel und Erde nichts unmöglich ist. Mit dem Auferstehungsleib gebe Gott zugleich die Gewissheit seiner Liebe: Er steht zu jedem Menschen – in jeder Situation.
Das biblische Geschehen lebendig gemacht
Anschaulich führte der Apostel die Gemeinde in das Geschehen des Ostermorgens hinein: Die Frauen kamen früh zum Grab und fanden den Stein weggerollt. Sie verkündeten Simon Petrus die Botschaft von der Auferstehung. Die Jünger liefen zum Grab – und fanden es leer.
Aus Angst und Furcht versammelten sie sich hinter verschlossenen Türen. In diese Situation hinein trat Jesus und sprach: „Friede sei mit euch“. Er zeigte ihnen seine Hände und seine Seite und machte deutlich, dass er derselbe war – und doch verwandelt.
Das Lukasevangelium berichtet, dass die Jünger es vor Freude zunächst nicht glauben konnten. Jesus begegnete ihnen ganz menschlich und fragte: „Habt ihr etwas zu essen?“ – ein Zeichen seiner Nähe und Wirklichkeit.
Hoffnung über das Sichtbare hinaus
Der Apostel spannte den Bogen in die Gegenwart und Zukunft: Auch wir würden es kaum fassen können, wenn der Herr wiederkommt. Die Begegnung mit Jesus Christus und das Schauen Gottes von Angesicht zu Angesicht übersteigt jede Vorstellung.
In der Verwandlung werden die Gläubigen Christus gleich gemacht sein. Alles Schwere, alle belastenden Erinnerungen verlieren ihre Bedeutung – es bleibt nur Friede und Freude.
Gerade in Zeiten von Angst, Unsicherheit oder Not dürfe die Gewissheit tragen: Der Herr ist da. Das Böse ist bereits besiegt. Der Sieg wurde durch Christus am Kreuz errungen.
Mitwirken am Altar
Zum Mitwirken am Altar rief der Apostel die Priester Mike Kohnert und Oliver Borger. Zur Vorbereitung auf die sakramentalen Handlungen diente Bezirksevangelist Stefan Weng der Gemeinde.
Sakramentale Handlungen und besondere Segnungen
Nach dem gemeinsamen Gebet „Unser Vater im Himmel“ und der Verkündigung der Sündenvergebung folgten bewegende sakramentale Handlungen:
- Vladislav wurde in die Gemeinde aufgenommen
- Julia empfing die Heilige Wassertaufe
- Beide erhielten durch den Apostel in der Heiligen Versiegelung die Gabe des Heiligen Geistes
Diese Momente wurden von der Gemeinde in großer Anteilnahme und Freude begleitet.
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahles mit der gesamten Gemeinde erfolgte ein weiterer besonderer Höhepunkt: Apostel Opdenplatz ordinierte die Diakonin Jessica Fründ zur Priesterin.
Festliche musikalische Gestaltung
Der Gottesdienst wurde musikalisch vielfältig und würdevoll gestaltet. Ein gemischter Chor trug mehrere Lieder vor und bereicherte die Feier mit klangvoller Ausdruckskraft. Die Pfeifenorgel begleitete den Gemeindegesang, während ein Konzertflügel das Verlesen eines Liedtextes einfühlsam untermalte.
Ein Gottesdienst, der nachwirkt
Dieser Gottesdienst wird vielen Teilnehmern in besonderer Erinnerung bleiben. Die Botschaft des Friedens, die eindrücklichen Bilder und die segensreichen Handlungen machten deutlich, wie lebendig und hoffnungsvoll christlicher Glaube erfahren werden kann – und wie wichtig es ist, diesen Glauben weiterzutragen.
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